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French Canada

Am Donnerstag ging es am frühen Nachmittag los in Richtung Toronto. Dort hatten wir für eine Übernachtung zwei
Betten in einem Dorm-Bett-Room gebucht (Schlafsaal), da der ISX-Bus am Freitag um 7.15 Uhr nahe Toronto losfahren
sollte und wir weder mit Taxi noch mit Bus garantieren konnten, von Newmarket aus morgens rechtzeitig dort zu sein.
Auf die Pünktlichkeit von Bussen sollte man sich hier wie schon mehrfach erwähnt eben nicht verlassen.
Da wir ja mittlerweile schon Toronto-erfahren sind, war sowohl die Anreise als auch das Einchecken im Hostel
problemlos und wir hatten abends noch Zeit, zu dritt (Patty, Ben und ich) zu Abend zu essen in der King Street
im Entertainment-Viertel, etwa 5 Minuten vom Hostel entfernt. Allerdings ging es an diesem Tag schon recht früh
ins Bettchen, da für Freitag geplant war, um 5 Uhr aufzustehen. Patty und ich durften uns dann an einem Doppelstockbett
in einem 8-er Zimmer erfreuen. Das erwies sich zunächst als sehr angenehm, entpuppte sich dann aber als "Reinfall",
da im Laufe des Abends ein Poltergeist eingezogen ist und meinte, er müsse ständig rein und rauslaufen.
Nach unruhigem Schlaf und dem Aufstehen um 5 Uhr machten wir uns nach dem Auschecken um 6 Uhr auf den Weg in Richtung
Bushaltestelle von ISX (International Student Exchange, organisierte Ausflüge für Austauschstudenten) und waren
dort pünktlich am Start. Es erwartete uns ein ganzer Bus voller junger Leute aus aller Welt, es waren wirklich
sämtliche Nationen anwesend: Korea, Brasilien, Chile, Belgien, Frankreich, China,...exotische Mischung.
Die Reiseleiterin Melanie war sehr nett und fand die richtigen Worte um die sehr frühe Uhrzeit und die Stimmung
im Bus war trotz wenig Schlaf bei den meisten wirklich gut!
Schließlich ging es dann los auf den Weg in Richtung Ottawa, der Hauptstadt von Kanada. Etwa drei Stunden waren wir
dafür unterwegs, unterbrochen von einem kleinen Päuschen an einem dieser Schnellrestaurants. In Ottawa angekommen,
gabs erst einmal einen Picture-Stop am Parlamentsgebäude und anschließend hatten wir Downtown Ottawa 2 Stunden
Aufenthalt für Sightseeing, Shopping und Mittagessen. Sehr kurze Zeit, ich wäre gerne länger dort geblieben.
Es war zwar sonnig, aber sehr kalt, 20 Zentimeter Schnee und so war es nach ausgiebigem Mittagessen (Buffet) nicht so schlimm, wieder
in den warmen Bus zu sitzen und weiter in Richtung Montreal zu fahren. Nach weiteren 3 Stunden sind wir in ottawa
angekommen und durften gleich ins dortige Best Western 4-sterne-Hotel einchecken. Wir waren jeweils in
4-Bett-Zimmern untergebracht und so stand dann auch fest, dass Patty/ich, Burkhard/Ben die nächsten drei Nächte
in einem Zimmer verbringen würden. So mussten wir voreinander wenigstens nichts wegschließen. An diesem ersten
Abend hat Melanie (Reiseleiterin) in einem Restaurant Plätze für die gesamte Gruppe reserviert und wir konnten
dort zu Abend essen. Da das Restaurant direkt im Kneipen-Viertel lag, bot sich danach eine Kneiptentour an
und wer wollte, konnte verschiedene kanadische Biersorten testen. Weiterhin ist dort die Mischung Whisky mit
Ginger Ale sehr beliebt. Ich finds nicht so gut und blieb bei meiner Coke ;-). Nach relativ langer Nacht gings
in einem Fußmarsch bei Eiseskälte zurück zum Hotel und sofort ins Bett, da am Samstag um 7.30 der Wake Up call
nicht auf sich warten ließ. Zum Frühstück gings ins Cabaret du Roy: dort wurde uns am praktischen Beispiel gezeigt,
wie die französischen Kanadier zu Einwanderungszeiten gespeist haben. Wir wurden mit Rührei, Bratkartoffeln,
Würstchen und verschiedenen Sorten Brot und maple-Sirup (Ahornsirup) versorgt. Die Einrichtung und die Verkleidung
der Bedienungen war so, wie damals. Frisch gestärkt gings weiter mit einer Stadtrundfahrt, wo wir hauptsächlich
die alten Gebäude in Montreal von außen gesehen haben. Das Wetter war nicht so toll, bedeckt und kalt und Montreal
wirkte etwas trostlos und sollte auch später nicht zu meinen Favoriten zählen. Nach dem Mittagessen ging es dann
weiter nach Quebec City, weitere 3 Stunden Busfahrt, die vielfach vor allem zum Schlafen genutzt wurde. In
Quebec City, der Hauptstadt von French Canada, war dann Winter carnival. Das ist nicht mit Fasching bei uns
zu vergleichen, sondern eine riesige Ausstellung von Eisskulpturen, die bei Wettbewerben zwischen verschiedenen
Ländern kreiert werden. Es ist die drittgrößte Veranstaltung der Welt in diesem Bereich. Wir haben den Palast
aus Eis besichtigt und waren auf der Anlage mit den Eisskulpturen spazieren, bis wir so dermaßen kalte Füße
hatten, dass gar nichts mehr ging. Mittlerweile war es auch schon dunkel und wir haben uns zum Essen in einem
Restaurant niedergelassen, hauptsache aufwärmen...hab noch nie vorher soooo gefroren! Für das Ende des Tages
hat unsere Reiseleiterin uns auf die Gästeliste eines Clubs gesetzt, wir durften also eine kanadische Disko von
innen testen. Also wieder eine lange Nacht.
Der Sonntag Morgen begann mit dem Wake up Call um 7.30 Uhr. Das war der Tag, an dem ich mir morgens erstmal überlegen
musste, in welcher Stadt ich jetzt eigentlich bin! Zum Frühstück hatten wir die Möglichkeit eines Buffets außerhalb
vom Hotel und ich hab echt so viel gegessen, dass es fast für den ganzen Tag gereicht hat ;-) Daraufhin ging es
weiter mit einer Stadtrundfahrt, teilweise Besichtigung vom Bus aus, teilweise Erkundung zu Fuß, teilweise
Blick auf die Stadt von einem Turm aus, um die Übersicht zu bekommen. Nach der Stadtrundfahrt sind wir zum Ice Hotel
gefahren, eine ziemlich außergewöhnliche Attraktion außerhalb der Stadt. Ein Hotel, gebaut nur aus Schnee und Eis
und geeignet für alle Abenteuerurlauber. Manche machen dort Schlittenhunderennen und übernachten dann in einem
der Betten komplett aus Eis. Es liegt lediglich eine Matratze drauf und man bekommt einen speziellen Schlafsack,
"damit man nicht friert" (schwer vorzustellen), denn die Lufttemperatur drinnen liegt bei -4 Grad. Der
Management Trainee Mariana von Cintas hat das schonmal gemacht... Habe einige Fotos gemacht, auch von der Bar
aus Eis (Gläser sind auch aus Eis...), mal sehen, ob die was geworden sind!Durchgefroren gings dann in den Bus
zurück und ins Hotel, von wo aus Abends wieder ins Nachtleben gestartet wurde. Allerdings am Sonntag etwas
gediegener, da doch alle recht kaputt waren von den vorigen Nächten und der Kälte und den ganzen Eindrücken!Wir waren
kurz in der Quebec City was trinken und dann noch an der Hotelbar, aber vor 24 Uhr noch im Bett.
Am Montag hieß es wieder um 7.15 Uhr aufstehen, check out, Frühstücksbuffet für diejenigen, die wollten und Rückfahrt
nach Montreal. Dort hatten wir einen 2stündigen Aufenthalt über die Mittagszeit für Mittagessen und Shopping
und dann ging es auf die 8-stündige Heimfahrt nach Toronto.
So um 23 Uhr waren wir dann wieder zu Hause...

So, das war mein Wochenende in Kurzfassung!

13.2.07 14:13
 


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